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Breitbandausbau

Teilnahme an der Gigabitrichtlinie (BayGibitR) des Freistaates Bayern

Mit der bayerischen Gigabitrichtlinie fördert der Freistaat Bayern erstmals gigabitfähige Breitbandnetze auch in Bereichen, in denen bereits eine Bandbreite von mehr als 30 Mbit/s im Download verfügbar ist. Nach eingehenden, zweijährigen Prüfungen und Verhandlungen hat die Europäische Kommission dem Antrag des Freistaats auf eine landesweite Gigabitförderung zugestimmt.

Die Zuwendungsvoraussetzungen sehen unter anderen vor, dass das im Rahmen der Förderung auszubauende Erschließungsgebiet ein grauer oder ein weißer Fleck ist. Als graue Flecken gelten Gebiete, in denen aktuell lediglich ein NGA-Netz mit 30 Mbit/s im Download verfügbar ist und in den kommenden drei Jahren kein weiteres NGA-Netz geplant ist. Als weiße Flecken gelten unterversorgte Gebiete, in denen aktuell keine NGA-Versorgung besteht und in den nächsten drei Jahren keine NGA-Netze geplant sind.

Ab März 2020 konnten Kommunen in das Verfahren starten. Puchheim ist daraufhin gleich im Frühjahr in das Förderprogramm eingestiegen. Für das Erschließungsgebiet wird die aktuelle Versorgung mit Breitbandnetzen anhand der Download- und Upload Geschwindigkeiten, die das vorhandene Netz zuverlässig bieten kann, sowie die dafür eingesetzte Technologie ermittelt. Die Markterkundung läuft noch bis voraussichtlich Ende des Jahres.

 

Schnelles Internet für Puchheims städtische Schulen und das Rathaus

In der Planungs- und Umweltausschusssitzung der Stadt Puchheim am 10. Dezember 2019 wurde die Stadtverwaltung beauftragt, den Glasfaserausbau im Rahmen der Erweiterung der Richtlinie von Glasfaseranschlüssen für öffentliche Schulen und Rathäuser (GWLANR) in Puchheim zu veranlassen.

Die vier städtischen Schulen (Grundschule am Gernerplatz, Grundschule Süd Puchheim, Laurenzer Grundschule Puchheim-Ort, Mittelschule Puchheim), die momentan über eine Bandbreite von 16 Mbit/s im Download und 2 Mbit/s im Upload verfügen, werden zukünftig über das Bayerische Förderprogramm mit Glasfaser versorgt werden. Da der Landkreis Fürstenfeldbruck Sachaufwandsträger für das Gymnasium und die Staatliche Realschule in Puchheim ist, wurden die beiden Schulen aus dieser Entscheidung ausgenommen. Auch das Rathaus verfügt noch nicht über einen Glasfaseranschluss, der auch über das Förderprogramm ermöglicht wird.

Die Kosten eines Glasfaserausbaus für alle vier Schulen sowie das Rathaus liegen insgesamt bei rund 272.000 Euro. Nach Ausschöpfung der Fördermittel aus dem Bayerischen Förderprogramm muss die Stadt eine Summe von 81.000 Euro selbst tragen. Die laufenden monatlichen Kosten liegen bei einem Glasfaseranschluss bis 1 Gbit/s im Download bei circa 130 Euro pro Standort, was zu jährlichen Gesamtkosten von insgesamt circa 8.000 Euro für die vier Schulen sowie das Rathaus führt.

Einstieg in ein weiteres Förderverfahren des Freistaats Bayern gemäß der Breitbandrichtlinie (BbR):

Die Ergebnisse des im Rahmen des Bundesförderprogramms erstellten Masterplans (siehe unten „Förderverfahren des Bundes zum Breitbandausbau“) zur Verbesserung der Breitbandversorgung im Stadtgebiet Puchheim haben unter anderem die Ermittlung von 49 Hausadressen (entspricht ca. 1% aller Hausadressen in Puchheim) vorwiegend im Emil-Sollinger-Weg und im Christine-Zeiske-Weg in Puchheim-Ort ergeben, für die keine NGA[1]-Versorgung im Sinne der Leitlinien der Europäischen Kommission[2] vorhanden ist und auch in den kommenden drei Jahren durch eigenwirtschaftliche Investitionen der Netzbetreiber nicht errichtet wird. Die Adressen liegen auch nach dem eigenwirtschaftlichen Ausbau der Deutschen Telekom AG noch teilweise weit unter einer Bandbreite von 30 Mbit/s und sind damit unterversorgt. Für diese sogenannten „weißen NGA-Flecken“ entschied sich der Stadtrat im Juni 2019 für eine weitere Teilnahme am verlängerten Bayerischen Förderverfahren zum infrastrukturellen Ausbau.

Die daraufhin erneut durchgeführte Markterkundung blieb erfolglos, da aufgrund des relativ kleinen Erschließungsgebietes die Wirtschaftlichkeit für die Telekommunikationsunternehmen nicht gewährleistet war:

Ergebnis der Markterkundung

Die Stadt Puchheim hat gemäß Breitbandrichtlinie – BbR eine Markterkundung durchgeführt.
Die Ergebnisse sind in den nachfolgenden Dokumenten dargestellt.

Auswahlverfahren Bekanntmachung

Das Auswahlverfahren zur Bestimmung eines Netzbetreibers für den Ausbau eines NGA-Netzes im Rahmen der Richtlinie zur Förderung des Ausbaues von Hochgeschwindigkeitsnetzen in Bayern (BbR) wurde im Juli 2019 veröffentlicht.

Mit der neuen Gigabitrichtlinie (BayGibitR) vom März 2020 kann die Bayerische Staatsregierung nun als erste Region in Europa auch die Beschleunigung von Anschlüssen an grauen NGA-Flecken fördern. Nach mehr als zwei Jahren mit Prüfungen und Verhandlungen hat die Europäische Kommission den Antrag des Freistaats auf eine landesweite Gigabitförderung genehmigt. Für den Einstieg in das neue Förderprogramm sind für das oben genannte Erschließungsgebiet in Puchheim-Ort bereits alle notwendigen Schritte in die Wege geleitet worden.

[1] Next-Generation-Access

[2] In der Digitalen Agenda wurde das Ziel von Europa 2020 bekräftigt, sicherzustellen, dass bis 2020 alle Europäer Zugang zu deutlich höheren Internetgeschwindigkeiten von über 30 Mbit/s bekommen und mindestens 50 % aller europäischen Haushalte Internetzugänge mit über 100 Mbit/s haben.

Giga-Netz für Gewerbegebiet Nord

Auf die Nachfrage des Düsseldorfer Kommunikationskonzerns Vodafone unter den im Gewerbegebiet Nord ansässigen Unternehmen haben sich mehr als die notwendigen 40 Prozent für einen Glasfaserausbau entschieden. Seit Ende 2019 haben Unternehmer und Hauseigentümer des Gewerbegebiets Nord in Puchheim damit die Möglichkeit, mit Datenübertragungsraten von bis zu einem Gigabit pro Sekunde im Up- und Download an das Internet angeschlossen zu werden. Das relevante Ausbaugebiet ist auf der beigefügten Abbildung farbig markiert.

Förderverfahren des Bundes zum Breitbandausbau

Im Zuge des Bundesförderprogramms für die Verbesserung des Breitbandausbaus wurde der Stadt Puchheim Ende 2017 eine Zuwendung von 50.000 Euro für Planungs- und Beratungsleistungen zur Erstellung eines Masterplans bewilligt. Um die aktuelle Situation über die Leistungsfähigkeit der bestehenden Telekommunikationssysteme im gesamten Verwaltungsbereich der Kommune zu erkennen und zu bewerten sowie notwendige Maßnahmen bzw. zu erwartende Kosten abzuleiten, wurden alle Randbedingungen in einem Masterplan zusammengefasst und ausgewertet. Dafür wurde zunächst ein zweites Markterkundungsverfahren durchgeführt (s. Dokument Zweites Markterkundungsverfahren). Der Masterplan wurde im Herbst 2018 fertig gestellt und dient als Grundlage für weitere Schritte auf dem Weg zur besseren Breitbandversorgung.

Förderverfahren des Freistaates Bayern zum Breitbandausbau

Im Rahmen des Bayerischen Förderprogramms hat die Stadt Puchheim 2016 eine genaue Bestandsaufnahme des Ist-Zustandes der Breitbandversorgung (s. Karte Ist-Zustand) sowie eine Markterkundung durchgeführt. Daraufhin hat die Telekom Deutschland GmbH einen eigenwirtschaftlichen Ausbau mittels der Vectoring-Technik angemeldet. Dabei wird auf den Strecken zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und den Multifunktionsgehäusen die Kupferverbindung auf Glasfaser umgerüstet. So wird die Entfernung der Glasfaser zu den Endkunden verringert. Das heißt, fast im gesamten Stadtgebiet wurde bis Ende des Jahres 2019 über aufgerüstete Kupferkabel eine Bandbreite von mind. 50Mbit/s bis zu 250Mbit/s zur Verfügung gestellt. Demnach liegen fast keine Erschließungsgebiete mehr vor, die unter der Verfügbarkeit der vorgeschriebenen 30Mbit/s liegen und damit im Rahmen des bayerischen Förderprogramms förderfähig sind (s. Karte Ergebnis Markterkundung). Auch der Nahbereich um den Hauptverteiler wurde, gemäß der aktuellen Regulierungsverfügung durch die Bundesnetzagentur, eigenständig durch den Betreiber Telekom Deutschland GmbH im gleichen Zeitraum mit mindestens 50 Mbit/s versorgt.

Dateien zum Download

Typ Dokument (Dateiname) Dateigröße
Kartierung des Istzustands vor Markterkundung im Oktober 2015 1,1 MB
Kartierung des Ergebnisses der Markterkundung ohne Nahbereich im Juni 2016 3,9 MB
Zweites Markterkundungsverfahren 2018 80 KB
Glasfaserausbau Gewerbegebiet Nord 178,1 KB
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